Wie angekündigt war die AfD heute wieder auf dem Bismarckplatz – wie angekündigt waren auch wir dort.
Bereits am frühen Vormittag versammelten sich einige Menschen auf dem Bismarckplatz und zeigten der AfD, dass sie nicht willkommen ist. Kurz darauf gelang es zusätzlich ca. 20 Antifaschist:innen, den gesamten Infostand mit Transparenten abzuschirmen. Es kam dabei bereits zu ersten Handgreiflichkeiten der Polizei, die für die AfD den Zugang zum Stand freihalten wollte. Der Infostand konnte jedoch über mehrere Stunden erfolgreich abgeschirmt werden, während sich mehr und mehr Menschen auf dem Bismarckplatz sammelten und die AfD mit Parolen beschallten. Eine Trommelgruppe stieß dazu und die Polizei wurde zunehmend nervös, schritt jedoch nicht ein, als ein AfDler einen Antifaschisten vor ihren Augen am Stand schlug.
Ein Genosse wurde kurz darauf brutal von der Polizei zu Boden gebracht und danach in ein Polizeirevier verfrachtet. Währenddessen begannen behelmte BFE-Einheiten, den Stand mit einer zusätzlichen Reihe Beamt:innen abzusichern – damit war der Zugang zum Stand endgültig unmöglich.
Polizei räumt – mit Faustschlägen und Tritten
Nach einigen Stunden lautem Gegenprotest entschloss sich die Polizei, den Bismarckplatz gewaltsam zu räumen. Dabei ging sie mit Faustschlägen und Tritten vor und schob die Demonstrant:innen über den Platz auf die Straße, auf der noch Busse fuhren. Mehrere Antifaschist:innen wurden dabei durch Schläge verletzt, einige berichteten von Griffen an den Hals und Schlägen in die Magengegend. Die Polizei beschädigte dabei auch die Gedenkstätte für die beim rassistischen Attentat in Hanau ermordeten Menschen und schubste Gegendemonstrant:innen über am Boden liegende Menschen.





Auch wenn wir nicht überrascht sind, ist es dennoch bezeichnend, welche Mittel die Polizei anwendet, um Gegendemonstrant:innen von einem öffentlichen Platz zu vertreiben, um es einer rechtsradikalen Partei zu ermöglichen, ungestört ihre Hetze zu verbreiten.
Wir sehen den Tag dennoch als großen Erfolg an: Wir haben lautstark protestiert und es der AfD so ungemütlich wie möglich gemacht. Wir haben uns nicht einschüchtern und nicht spalten lassen und konnten am heutigen Tag viele Parolen in die Tat umsetzen. Lasst uns auch die nächsten Samstag vor der Wahl dafür sorgen, dass die AfD an der Verbreitung ihrer Propaganda gehindert wird!
Falls ihr Eindrücke zum heutigen Tag loswerden wollt, könnt ihr uns gerne schreiben.
Wir sehen uns am Donnerstag beim Offenen Antifa-Treffen!